1981 veröffentlichte Billy Joel nach sieben Studio-Alben sein erstes Live-Album, das er bei Konzerten im Juni und Juli 1980 aufgenommen hatte. Was dabei verwunderte: Die Songs des Albums stammen ausnahmslos aus seinen ersten vier Alben, die zwischen 1971 und 1976 erschienen; von den Songs, die er auf seinen drei Hit-Alben danach sang, fehlt jede Spur...
Die Erklärung liefern Joel selbst und vor allem sein Produzent Phil Ramone im Booklet: Ramone hatte die Produktion Joels erst mit Album Nummer 5
"The Stranger" übernommen und sich anfangs gewundert, warum Joel auf der Bühne richtig rockte, aber auf CD eher als Singer/Songwriter rüberkam. Der Grund lag darin, dass die Plattenfirma nicht gestattete, dass er seine ersten Alben mit seiner "eigenen" Band aufnahm, sondern auf Studiomusikern bestand (eine Sache, die Ramone bei "The Stranger" bereits änderte).
"Sinn" des Live-Albums war also nun vor allem, die Songs der erste Alben einmal so auf CD zu bannen, wie die Fans sie aus den Konzerten heraus lieben. Deshalb ist auch beispielsweise sein größter Hit aus den ersten Alben, die Ballade "Piano Man", hier nicht im Repertoire, da er den damals live fast unverändert spielte. Das schöne ist: Den Songs auf "Songs In The Attic" (auf deutsch: "Lieder aus der Dachkammer") merkt man nicht an, dass sie eigentlich schon älteren Datums sind. Sie wirken Dank Joels hervorragender Band so frisch, als seien sie gerade für ein neues Album geschrieben worden - und dass zu einer Zeit, wo er mit seinem letzten Album
"Glass Houses" fast zum Hardrocker geworden war...