Wer im Glashaus sitzt ... sollte nicht mit Soft Rock schmeißen - nach diesem Motto scheint Billy Joel sein siebtes Studio-Album "Glass Houses" geschrieben und aufgenommen zu haben: Nie vorher (und auch erst wieder neun Jahre später in "Storm Front") klang seine Stimme so rau und erdig wie bei diesem Album. Es fällt dabei sogar schwer, einzelne Songs hervorzuheben - fast alle sind nahezu Rock-Ohrwürmer, Balladen gibt es nur als allerletzten Track mit "Through The Long Night", lediglich in "Don't Ask Me Why" und dem Reggae-inspirierten "I Don't Want To Be Alone" nimmt er ein bisschen Tempo raus.
Am "poppigsten" kommt "C'etait toi (You Were The One)" daher; keine Angst, der größte Teil des Songs ist dann doch auf Englisch gesunden, Amerikaner und die französische Aussprache - das werden nie Freunde... Der größte Hit des Albums war jedoch "It's Still Rock And Roll To Me", der erste Song, der Billy Joel in seiner Heimat einen Nr. 1-Hit bescherte. Leider etwas untergegangen ist das mindestens genau so eingängige "All For Lenya".