Vier Jahre nach ihrem Durchbruch mit "Blood, Sugar, Sex, Magik", ihrem ersten von Rick Rubin produzierten Album, legten die "Red Hot Chili Peppers" mit ihrem sechsten Studio-Album "One Hot Minute" den Nachfolger vor. Gezwungenermaßen gab es eine kleine Umbesetzung in der Band, denn aufgrund von Drogenproblemen hatte Gitarris John Frusciante die Gruppe verlassen (kehrte aber bereits zum Nachfolger
"Californication" wieder zurück) und wurde durch Dave Navarro ersetzt, der vorher bei "
Janes Addiction" spielte.
Auch wenn es ein paar verzerrte Gitarren zu hören gibt: Insgesamt wirkt "One Hot Minute" noch etwas kommerzieller und vielleicht "braver" als der Vorgänger, was vielleicht auch daran liegt, dass Frusciante immer für ein paar experimentelle Riffs gut war. Textlich versucht die Band einiges aufzuarbeiten, was in den letzten Jahren passiert ist. Die beiden Opener "Warped" und "Aeroplane" sind angeblich Reflexionen von Sänge Anthony Kiedis über seine Heroinsucht, in "Tearjerker" geht es um seine Reaktion auf die Nachricht des Todes von Kurt Cobain und in "Transcending" um den Tod des Schauspielers River Phoenix, mit dem er ebenfalls gut befreundet war.
Ungewöhnliche für ein Album der "Chili Peppers" sicher auch der Kinderchor, der auf "Aeroplanes" zu hören ist. Dieser wird von Fleas Tochter Clara und ihrer Kindergarten-Gruppe gesungen. Insgesamt war "One Hot Minute" jedoch eines der weniger erfolgreichen Album der Band - das zeigt sich auch daran, dass keine einzige Single-Auskopplung die "Hot 100" der US-"Billboard"-Single Charts erreichte...