Mit ihrem zweiten Pop-Album (die Weihnachtsveröffentlichungen einmal ausgenommen) "No Strings Attached" hatten sich "N SYNC" 2000 von ihren deutschen Produzenten und ihrer Ursprungs-Plattenfirma gelöst - und obwohl sie beim selben Label wie
Britney Spears unter Vertrag gingen auch ein gutes Stück von ihrem Teenie-Band-Image; und damit den Durchbruch in den USA geschafft. Das hört man dem nur ein Jahr später erschienenen Nachfolger "Celebrity" an: Das Album hat stärkere Beats und ist etwas RnB- und Soft-Rap-lastiger.
Was "N SYNC" auch ein Stück weit von den anderen Boygroups abhob, war, dass sie fast alle ihre Songs selbst schrieben: Bei sechs der zwölf Tracks auf "Celebrity" war
Justin Timberlake als Co-Autor beteiligt, bei weiteren vier
JC Chasez. Nur "Tell Me, Tell Me...Baby" und "Just Don't Tell Me That" stammten aus der schwedischen Hitschmiede, die so viele andere Teenie-Stars zur Jahrtausendewende mit belieferte. Besonders wichtig für die weitere Karriere von Justin Timberlake war wohl das Zusammentreffen mit
Pharrell Williams für den Song "Girlfriend". Nach Veröffentlichung des Albums nahmen sie den Song mit
Nelly noch einmal neu auf und hatten einen weltweiten Top Ten-Hit. Auf der später erschienenen "Special Edition" des Albums ist auch diese Version enthalten.
Als weiterer prominenter Gast war
Stevie Wonder mit im Studio, der auf dem Schluss-Track des Albums, "Something Like You" Mundharmonika spielte. Obwohl "N SYNC" bei ihrem Plattenfirmenwechsel 2000 einen Vertrag für fünf Alben unterschrieben hatten, ist "Celebrity" die bis heute letzte Veröffentlichung - im Vertrag steht wohl kein Zeitraum, in dem sie diesen erfüllt haben müssen. So gut wie die Solo-Karriere von Justin Timberlake allerdings anläuft, ist eine Rückkehr von "N SYNC" wohl mehr als unwahrscheinlich...