Manchmal ist Dabeisein wirklich mehr als gewinnen - denn während
Michael Tschugnall, der Sieger der ersten Staffel der österreichischen Casting-Show "Starmania" von 2003, sich inzwischen wieder mehr seinem Studium widmet, hat die damals Zweitplatzierte Christina Stürmer es endgültig geschafft. Nach zwei Alben in Österreich ("Freier Fall" und "Soll das wirklich alles sein") schaffte sie dann mit dem "Remix-Album" "Schwarz-Weiß" ab 2005 auch in Deutschland den Durchbruch. "Lebe lauter" ist dann das erste Album, das zeitgleich in Deutschland und ihrer österreichischen Heimat erscheint - und vorwiegend in Deutschland produziert wurde.
Für die Produktion zeichnete wie bei "Schwarz/Weiß" wieder "
No Angels"-Produzent Thorsten Brötzmann verantwortlich. Das Songschreiben überließ man jedoch weiterhin Christinas bewährtem Team und ihrer Band - mit Ausnahme der ersten Single-Auskopplung "Nie genug", die gleichzeitig der Titelsong der "RTL"-Daily Soap "Alles, was zählt" war und so ihrer Karriere den "Extra-Push" geben sollte. Allerdings stellt sie das mehr in die "Teenie"-Ecke, der sie doch eigentlich schon längst entwachsen ist: Christina und ihre Band liefern auf diesem Album getreu dem Motto "Lebe lauter" grundsolide Rock-Musik und selbst auf den Balladen wie "Ohne dich" und "Scherbenmeer" krachen noch die E-Gitarren. Das Image eines Casting-Girls hat sie längst abgestreift (in Deutschland vielleicht nie gehabt) - und manchmal kann es eben gut sein, nicht zu gewinnen...