Wohl kaum ein deutscher Sänger hat in den letzten Jahren so viel internationale Anerkennung erfahren, wie der Bass-Bariton Thomas Quasthoff.
Vorwiegend als Schubert-Interpret begeistert er die Klassik-Kritiker, brillierte auch auf den Opernbühnen als Wagner-Sänger und erhielt sogar einen "Grammy". Auf den ersten Blick verwundert es etwas, dass er nun - nur wenige Monate nach seinem Rückzug von der Opernbühne, um sich mehr auf seine konzertanten Aufführungen konzentrieren zu können, mit einem Jazz-Album daherkommt...
Aber die Bio zeigt es: Es ist "nur" eine Rückkehr zur alten Liebe - denn mit Jazz hat er seine Gesangskarriere gestartet, die ihn ja dann auch erst als Hörfunksprecher zum "NDR" und nicht gradlinig in die Klassik-Szene führte. Damit das Projekt auch anspruchsvollen Ansprüchen genügt, konnte er als Produzenten den Trompeter
Till Brönner gewinnen, als Arrangeur Alan Broadbent, einen weiteren "Grammy"-Gewinner.
Die Song-Auswahl ist bunt: Von Charlie Chaplins "Smile" über "There's A Boat That's Leavin' Soon For New York" der Gershwins (der Opener des Albums, bei dem Quasthoffs tiefe und ausgebildete Stimme wunderbar zur Geltung kommt) bis zu "You And I" von
Stevie Wonder und dem Film-Klassiker "Secret Love". Als "Bonus"-Track gibt es dann auch noch eine auf Deutsch gesungene Nummer: "Eins uns Eins, das macht Zwei", durch
Hildegard Knef zum Klassiker geworden.