Seit Mitte der 1990er Jahre waren die drei Schwestern Carina, Anja und Maria Weise mit ihrer Mutter Margitta zusammen als "
Margitta und ihre Töchter" vor allem im Bereich der Volksmusik erfolgreich. Nach rund zehn erfolgreichen Jahren beschlossen sie Anfang der Jahre sich zu trennen und eigene Wege zu gehen: Mutter Margitta als Solistin und die Töchter als Trio "Schwesterherz".
Für ihr Debüt-Album können die Drei dann auch auf ein erfolgreiches Autoren- und Produzenten-Team vertrauen: Christoph Leis Bendorff arbeitete u.a. für die "
Schürzenjäger", Rudolf Müssig versorgt seit Jahren Tom Astor oder "
Truck Stop" mit Texten, die sich vom Schlager-Einerlei abheben und Frank Ramond ist gerade mit
Roger Cicero und
Annett Louisan nahezu auf der Überholspur. Was sie sich musikalisch für "Schwesterherz" einfallen ließen, liegt irgendwo im Bereich zwischen Country, Folk und Pop – und dominiert durch Satzgesang.
Da drängen sich Vergleiche mit "
Wilson Phillips" und "
Valerie's Garten" nahezu auf – was aber diese beiden Frauen-Trios gemeinsam haben: Sie lösten sich bereits Mitte der 1990er Jahre auf, seitdem gibt es in diesem Segment ein Vakuum, das Schwesterherz nun charmant füllen. Die Texte passen zur Musik: Gefällig, tun nicht weh und haben doch Pfiff – auch wenn vielleicht nicht jeder etwas unbedingt noch etwas mit Themen wie "Bye Bye Kinderzimmer" anfangen kann, der hat dann vielleicht mehr Spaß an der ersten Single-Auskopplung "Der Richtige". Es ist zu hoffen, dass diese Art Musik wieder ihr Publikum findet.