Nachdem es in den ersten beiden Jahren von "Deutschland sucht den Superstar" bereits zum Start der Mottoshows ein von Dieter Bohlen produziertes Album mit neuen Songs der Top 10-Kandidaten gab, adaptierte man im Vorjahr mit "Love Songs" das Konzept von "American Idol" zur gleichnamigen Motto-Show ein Album herauszubringen, auf dem die Kandidaten jene Songs singen, die sie auch in der TV-Show vorgetragen haben. So gibt es also hier zehn Cover-Versionen - auch die zu dem Zeitpunkt bereits ausgeschiedenen Laura Martin und Jonathan Enns sind noch zu hören, da das Album bereits mit einigem Vorlauf produziert wurde - sowie den
Harold Melvin + the Blue Notes Klassiker "If You Don't Know Me By Now", den alle zehn Kandidaten gemeinsam singen.
Die stärksten Songs sind eindeutig am Anfang des Albums zu finden: Francisca Urio singt
Alicia Keys' "If I Ain't Got You" als wäre es für sie geschrieben gewesen, Mark Medlock ist in "Endless Love" nicht weit von
Lionel Richies Original entfernt und Lisa Bund überzeugt mit "Natural Woman", bekannt geworden durch
Aretha Franklin. Hörenswert auch Lauren Talbots eigene Interpretation des
Cyndi Lauper-Hits "True Colours".
Die schwächeren Stücke kommen vorwiegend von den Kandidaten, die in der TV-Show zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr dabei waren (Jonathan Enns) oder eben an diesem Abend ausschieden (was hat Julia Falke geritten, sich an
Sarah McLachlans "Angel" so frappierend zu überheben). Allerdings langweilt auch Martin Stocsch mit "If Tomorrow Never Comes" und Max Buskohl wirkt eher durch seine Live-Präsentation. Einzige positive Überraschung des Albums ist dann Laura Martin, die bereits in der ersten Motto-Show ausschied,
Barbra Streisands "Woman In Love" aber in einer recht eigenständig-souligen Art interpretiert, die Spaß macht zu hören...
Bemerkung am Rande: Wie schon im Vorjahr übernahm Peter Ries (u.a. mit den "
No Angels" erfolgreich) die Produktion - was Jury-Mitglied Dieter Bohlen ziemlich missfiel...