Im Mai 2004 sollte die Band "After Hours" auf dem Jazz-Festival von Halberstadt gastieren. Allerdings waren sie eine reine Instrumental-Combo und nahmen sich den Jazz-Sänger Roger Cicero, Sohn des renommierten Pianisten
Eugen Cicero hinzu. Cicero begnügte sich allerdings nicht damit "nur" die Vocals zu liefern - er verpasste allen Songs seinen eigenen Touch, schrieb sogar noch einen neuen Text zum Klassiker "The Wedding" und arrangierte viele Stücke gemeinsam mit Pianist Lutz Krajenski neu.
Das Ergebnis fand derart positive Resonanz, dass man beschloss, das ganze am 24. Mai 2004 unter "Fast-Live-Bedingungen" im Musik-Club "Marlene" in Hannover ein. Eigentlich nur gedacht für die Veröffentlichung im Eigenvertrieb, fand das Album "There I Go" nach dem Erfolg von Ciceros Solo-Debüt
"Männersachen" 2006 dann doch auch eine größere Vertriebsfirma.
Man merkt "There I Go" die Live-Bedingungen vordergründig nicht an, kein Applaus, keine Nebengeräusche, fast Studio-Qualität - aber irgendwie wirkt das ganze frischer und inspirierter als manche sterile Studio-Produktion. Die Auswahl der Songs ist mehr als abwechslungsreich. Sie reicht von
Lionel Hamptons "Red Top" über
Toots Thielemans "Bluesette" bis zu "I Wanna Hold Your Hand" der "
Beatles" - allerdings improvisiert das Quartett mit Gesangs-Verstärkung aus dem ursprünglichen gut Zwei-Minüter eine satte Fünf-Minuten-Version. Noch spiellauniger sind sie bei der Rodgers/Hammerstein-Komposition "My Favorite Things" aus dem Musical "The Sound Of Music", das nach knapp achteinhalb Minuten zum Ende kommt. Das Eregbnis wird sicherlich in erster Linie Jazz-Fans ansprechen und hat nicht den kommerziellen Appeal wie Ciceros Nachfolgewerk - ist aber sehr gut gemacht und ein schönes Zeugnis von Roger Ciceros "Jazz-Wurzeln".