Musikalisch passt Maria Mena so wunderschön in die Reihe der Singer/Songwriterinnen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten vor allem aus Großbritannien zu uns gekommen sind - von
Tori Amos über
Beverley Craven und
Dido bis zu
Delta Goodrem und
Lucie Silvas. Der Unterschied: Marie Mena kommt nicht aus England oder Amerika, sondern aus Norwegen. Dort hat sie 2002 mit gerade einmal 16 ihr erstes Album "Another Phase" aufgenommen und wurde gleich zum Star. "Apparently Uneffected" ist in Norwegen das dritte Album (für den internationalen Markt erschien zusätzlich "White Turns Blue" eine Zusammenstellung mit den besten Songs der ersten beiden Alben, die aber keine neuen Tracks enthielt) der Sängerin, das nun mit anderthalb Jahren Verspätung auch auf den deutschen Markt kommt.
Alle Texte des Albums stammen von Maria Mena selbst, die Songs komponierte sie - mit einer Ausnahme - zusammen mit ihrem Produzenten Arvid Solvang.Die Texte sind teilweise etwas heftigerer Natur, wenn sie zum Beispiel in "He's Hurting Me" singt "Now get him off his fucking throne" - aber das ist für eine 19-jährige dann wohl auch nur ehrlich. Musikalisch sind die Songs beim ersten Hören noch etwas spröde - erst wenn einem dann als siebter Track der Radio-Hit "Just Hold Me" begegnet, meint man einen Wiedererkennungswert zu haben. Allerdings können Songs wie "Nevermind Me" oder "Our Battles" genau so eingängig sein - wenn man sie mehrfach hört und ihnen die Chance gibt, sich zu entfalten.