"Nu Metal" nennt man das nun, was "Linkin Park" da auf ihrem Album vorführen. Vom "Old Metal" unterscheidet es sich wohl vornehmlich dadurch, dass weniger Gitarren zu hören sind, dafür ein aggressiveres Schlagzeug und Keyboards oder sonstige technisierte Sounds, die das ganze etwas härter klingen lassen. Die Songs von "Linkin Park" bleiben aber, trotz einiger Rap- und HipHop-Einflüsse - recht melodisch - sicher ein "Geheimnis" ihres Erfolgs, der mit diesem Debüt-Album 2000 direkt ansetzte.
Eigentlich spielten sie ja unter dem Bandnamen "Hybrid" zusammen, bis ein Walisischer Musiker diesen Namen für sich reklamierte und die Band zur Umfirmierung zwang. Angeblich fuhr Sänger Chester Bennington nach den Studioaufnahmen immer an einem "Lincoln Park" vorbei, der ihn zum neuen Bandnamen inspirierte. Aber auch dem alten Namen blieben sie treu und setzten ihm mit dem Album-Titel "Hybrid Theory" ein musikalisches Denkmal.
Nicht alle Musiker der Band glaubten wohl von Anfang an an den Erfolg - so schwänzte der Bassist Dave Farrell wegen "wichtigerer Termine" gleich die kompletten Studio-Sessions und ließ die meisten Songs von Gitarrist Brad Delson und Studio-Musikern einspielen. Das Album bestand übrigens genau genommen aus "alten" Songs: Außer "Papercut", "Cure For The Itch" und "Pushing Me Away" hatten sie alle Songs bereits unter ihrem alten Bandnamen schon einmal auf Veröffentlicht wurde aber nur ein Track, den sie nach den Sessions gar nicht mit aufs Album nahmen, sondern als Track auf der Single-Auskopplung "Points Of Authority" veröffentlichten: "Higher Voltage", das sie schon einmal für die 1999er EP "Hybrid Theory EP" einspielten.
Alle Songs des Albums "Hybrid Theory" wurde im folgenden Jahr noch einmal neu abgemischt und unter dem Titel "Reanimation" veröffentlicht.