Lea Finn macht handgemachte Musik. Das merkt man schon gleich beim ersten Song "Höchstwahrscheinlich unwahrscheinlich" am Anzählen. Textlich vielleicht etwas von
Annett Louisan inspiriert, hat sie den Mut zur deutschen Sprache in der Pause nach ihrem Debüt-Album "One Million Songs" (2003), das sie noch auf englisch aufnahm, gefunden. Immerhin: Sie schreibt alle ihre Songs selbst, meist zusammen mit ihrem Gitarristen Andreas Cordes.
Vielleicht nicht unbedingt das Highlight, aber zumindest auffällig ist die Single-Auskopplung "Ich weiß und du weißt", mit dem sie im Februar 2007 auch für ihr Heimat-Bundesland Bremen an Stefan Raabs "Bundesvision Song Contest" teilnahm, dort aber unter "ferner sangen" landete. Ebenso auffällig ist "Ein Sommermärchen", die gesungene Version der Titelmusik aus Sönke Wortmann's Erfolgsfilm
"Deutschland. Ein Sommermärchen" - immerhin ein Text, der es schafft den Geist des Filmes einzufangen, ohne zu flach zu sein.
Produziert wurde das Album (mit Ausnahme des "Sommermärchens") von Florian Sitzmann, der schon für die "
Söhne Mannheims" arbeitete. Es wäre Lea Finn zu wünschen, dass sie - wahrscheinlich erst einmal über Live-Auftritte - "ihr" Publikum findet.
Übrigens: Die Background Vocals bei vier Songs übernahm
Sydney Youngblood, der 1989/1990 mit "If Only I Could" (kam sogar bis Platy 3 in Großbritannien) und "Sit And Wait" als Solist schon einmal zwei Top-Ten-Hits in den deutschen Single-Charts hatte...