Schon oft hat der Produzent und Komponist
Mike Batt bewiesen, dass er den richtigen Riecher hat: Anfang der 1970er Jahre war er mit den "
Wombles" (und eigener Stimme) erfolgreich, produzierte dann ein paar mehr oder weniger erfolgreiche Solo-Alben, schrieb 1979 den Klassiker "Bright Eyes" für
Art Garfunkel (Platz 1 in Großbritannien, Platz 3 in Deustchland), schrieb für
David Essex "A Winter's Tale", für
Alvin Stardust "I Feel Like Buddy Holly" und entdeckte 1995 die Geigerin
Vanessa-Mae für die Pop-Musik.
2003 suchte er angeblich nach einer Sängerin, die er im Pop-Jazz-Segment etablieren konnte und stieß auf die gebürtige Georgierin Katie Melua. Angeblich bot Batt die Künstlerin mehreren etablierten Plattenfirmen an, ehe er sie für sein neues Label "Dramatico" selbst unter Vertrag nahm. Das Debüt-Album enthielt einige Cover-Versionen, zwei Songs ("Belfast" und "Faraway Voice"), die Katie Melua selbst geschrieben hatte und sechs Nummern aus der Feder von Mike Batt.
Allerdings waren auch einige der Batt'schen Nummern nicht ganz neu. So hatte er Katie Melauas erste Single "The Closest Thing To Crazy" bereits 1995 für sein bislang letztes Album "Arabesque" aufgenommen, "Blame It On The Moon" hatte Batt 1998 mit der in Deutschland lebenden Sopranistin
Anna Maria Kaufmann eingespielt. Und auch den Song "Lilac Wine" kannte Batt bestenes: Anfang 1978 war er bereits ein Platz 16 in den britischen Charts für
Elkie Brooks – produziert von Mike Batt. "Crawling Up A Hill", die dritte Single aus dem Album, stammte übrigens im Original von
John Mayall, der den Song auch schrieb. "I Think It's Going to Rain Today" war eine Nummer von
Randy Newman, die außer Newman selbst auch schon
Bette Midler sang.