O'Brien Docker... da war doch was...? "Älteren" Musik-Fans mag der Name noch was sagen… genau: Papa John O'Brien Docker war in den 1960er Jahren einmal Mitglied der "
City Preachers", arbeitete danach in Hamburg für viele als Studiomusik und Arrangeur und hat dadurch auch ein eigenes kleines Heim-Studio- was den Sohnemann zum experimentieren mit verschiedenen Instrumenten animierte und schließlich auch dazu führte, dass er - meist gemeinsam mit
Tokio Hotel-Produzent David Jost - erste Songs für Kollegen schrieb. So sang
Patrick Nuo ein paar seiner Kompositionen. Nach der Trennung von seiner Freundin schrieb Ian "Totally Alright", das im Herbst 2006 zum Rundfunkhit avancierte.
Nun liegt sein Debüt-Album vor, das musikalisch genau da weitermacht, wo "Totally Alright" aufhörte: Gradliniger Pop-Rock mit klaren Melodiestrukturen, ohne jedoch auf den ersten Horch Ohrwürmer abzuliefern. Immerhin stellt sich beim zweiten oder dritten Hören des Albums das Gefühl ein, die Nummern schon einmal gehört zu haben und zu kennen - ein gutes Zeichen. Etwas störend ist, dass dabei aber auch vieles ähnlich klingt - bis zur ersten ruhigeren Nummer muss der Zuhörer eine Zeitlang warten.
"7.30" ist eine Nummer, die sicher auch "
Coldplay" gut zu Gesicht gestanden hätte und auf der O'Brien Docker eher zeigen kann, welche Möglichkeiten seine Stimme noch hat. Die meisten Instrumente auf dem Album spielte er ohnehin selbst. Ein besonderer Coup gelang ihm noch dadurch, dass die Zeitschrift "Vanity Fair" seinen gleichnamigen Song als Titelsong ihrer Kampagne zur Markteinführung in Deutschland wählte ... oder gar von Anfang an so in Auftrag gab...?