Bands aus der ehemaligen DDR haben es nach der Vereinigung 1990 schwer. Auch "City" - 1987 immerhin eine der wenigen Ost-Bands, die bei einem West-Label ("Teldec") einen Schallplattenvertrag bekamen. Allerdings ist die Band seitdem auch eher live gefragt - "Yeah! Yeah! Yeah!" ist erst das vierte Studio-Album nach der Wende. Der Albumtitel - gleichzeitig auch deutscher Titel des "
Beatles"-Films
"Yeah! Yeah Yeah!" ("A Hard Day's Night") - wurde nicht zufällig als Reminiszenz an die "Fab Four" gewählt: In den Credits bedanken sich "City" bei den "Beatles und Walter Ulbricht" (bei letzterem wohl für ein legendäres Zitat, in dem er die "Beatles und ihr 'Yeah! Yeah! Yeah!" geißelte…)
Vorwiegend bekannt geworden in Ost und West sind "City" durch ihren 1977er Hit "Am Fenster" von ihrem Debüt-Album - also kann man 2007 gleichsam "30 Jahre City auf Schallplatte" und "35 Jahre City als Band" feiern; von der Uhrbesetzung ist neben Gitarrist Fritz Puppel, der das neue Album auch co-produzierte, nur noch Drummer Klaus Selmke dabei (allerdings stieß auch Sänger Toni Krahl schon vor der ersten Album-Produktion zur Band). Ein Charakteristikum der Band und ihres Hits "Am Fenster" ist natürlich auch auf "Yeah! Yeah! Yeah!" zu hören: die Geige, hier gespielt von Joro Gogow – am besten im Schlussstück, dem Instrumental "Highway zum Olymp".
Auf den anderen Songs des Albums beweisen sie aber auch, dass sie eine richtige Rock-Band sind und die Gitarren auch mal krachen lassen können. Auffallend sind auch die originellen und nachdenklichen Texte, für die meist Alfred Roesler-Kleint und Werner Karma verantwortlich zeichnen. Eine Kostprobe aus "In alter Weise": "Nur wenige Leute werden im Alter weise, die meisten Leute werden im Alter alt". Musikalisch alt geworden ist "City" zweifellos noch nicht - allenfalls weiser; und auf den Köpfen der meisten Bandmitglieder recht kahl...