Nachdem "Chicago VII" ein Doppel-Album mit Instrumentals war, mit dem "Chicago" ein gutes Stück zu ihren Jazz-Wurzeln zurückkehrten, fanden sie sich schon im September 1974 wieder auf der "Caribou Ranch" ihres Produzenten James William Guercio ein, um ein neues "Pop-Album" zu produzieren. Trotz der Hektik, die der stetige Wechsel zwischen Tour und jährlicher Studio-Arbeit mit sich brachte, waren die Musiker weiterhin überaus kreativ und jeder der Band hatte eigene Stücke mit zu den Aufnahme-Sessions gebracht. Zum ersten Mal war übrigens Schlagzeuger Laudir De Oliveira, der "Chicago" schon längere Zeit auf Konzerten begleitete als vollwertiges Band-Mitglied dabei.
Diesmal wollte man sich wieder etwas rockiger präsentieren, das zeigte sich insbesondere im Opener "Anyway You Want" und "Hideaway", zwei Songs, die Sänger
Peter Cetera geschrieben hatte. Der größte Hit des Albums wurde der Song "Old Days", den Posaunist James Pankow, einer der wenigen Mitglieder, die nie selbst sangen, in Erinnerung an seine Kindheit geschrieben hatte. Bemerkenswert auch "Never Been In Love Before", eine Nummer, die stilistisch an die "
Beach Boys" erinnerte - wenig verwunderlich, denn Guercio hatte kurz zuvour auch das Management der "Beach Boys" übernommen und schickte sie 1975 zusammen mit "Chicago" auf eine überaus erfolgreiche Tour. Der längste Track des Albums, das sieben Minuten lange "Oh, Thank You Great Spirit" war Terry Kaths Tribute an sein Vorbild
Jimi Hendrix.
Auf der Wiederveröffentlichung des Albums aus dem Jahre 2002 gibt es noch zwei Demo-Versionen von Tracks zu hören, die den Weg auf das Album nachher nicht schafften: "Sixth Sense" und "Bright Eyes" - sowie eine Live-Version der
Duke Ellington-Numme "Satin Doll".