Lange genug hatte man drauf warten müssen: Seit
"Born In The USA" war Bruce Springsteen nicht mehr zusammen mit der legendären E-Street Band im Studio, immerhin 18 Jahre und seit dem 1995er Album "The Ghost Of Tom Joad", das Springsteen zurück zu seinen Folk-Wurzeln brachte, gab es gar keine neue Studio-Veröffentlichung mehr vom "Boss". Entsprechend hoch waren die Erwartungen - zumal Springsteen selbst sagte, das Album sei seine Reflektion auf die Terror-Anschläge des 11. September 2001.
Dies stimmt wohl auch für den Großteil der Songs, wenngleich ein paar Nummern ("My City Of Ruins", "Further Up", "Nothing Man", "Waiting On A Sunny Day") bereits bei früheren Konzerten gespielt wurden. Das schöne ist, dass man es auch den neuen Songs nicht zwingend anmerkt: Kein Gejammere, keine plakativ-patriotischen Aussagen - Springsteen liefert einfach gute Rock-Musik. Unterstützt wird er dabei von "seiner" "E-Street Band" wieder in bester Spiellaune, die es zum Beispiel schafft das musikalisch eher harmlose "Worlds Apart" auf sechs Minuten zu strecken und mit einem E-Gitarren Solo zu versehen, als sei
Jimi Hendrix wieder auferstanden.
Als Produzent für dieses Albums holte Springsteen sich Brendan O'Brien, der mit Alternative Rock Acts wie "
Pearl Jam", "
Rage Against The Machine" oder den "
Stone Temple Pilots" bekannt wurde.