Ob "Human Touch" nun Bruce Springsteens neuntes oder zehntes Studio-Album ist - darüber kann man stundenlang streiten. Tatsache ist, dass "Human Touch" und "Lucky Town" 1992 am selben Tag erschienen - sicherlich ein Novum für einen "Big Name". Auf die Frage, warum er denn kein Doppel-Album daraus gemacht hätte, antwortete Springsteen, er wolle dem Käufer ermöglichen, nur eins der beiden Alben zu kaufen - allerdings waren diese musikalisch nicht wirklich sehr verschieden und der Springsteen-Fan braucht eh beide...
"Human Touch" beginnt mit einer sechseinhalb Minuten-Version des Titelsongs, einer eher ruhigen Nummer, die vom Stil her auch auf das Vorgängeralbum
"Tunnel Of Love" gepasst hätte. Nach weiteren eher relaxten Nummern, wie der Medienkritik "57 Channels (And Nothin' On)", die später ebenfalls als Single ausgekoppelt wurde, nimmt das Album erst mit Track Nummer 5, "Gloria's Eyes" richtig Fahrt auf. Ab da macht es dann auch Spaß - und man sieht für eine Weile über den Frevel hinweg, dass "The Boss" für diese Produktion-en seine "E-Street Band" fast komplett ausgebootet hatte.
Dafür ging es mit mehr als routinierten Musikern wie Jeff Porcaro ("
Toto") oder Roy Bittan ins Studio - letzterer war als Co-Autor sogar an zwei Songs, Roll Of The Dice" und "Real World", beteiligt. Springsteens Frau
Patti Scialfa durfte ein paar Background-Vocals, u.a.
bei "Human Touch" zusteuern.