Einmal mehr gibt uns Avril Lavigne die Rotz-Göre. Auch wenn sie keine 17 mehr ist wie auf ihrem ersten Album "Let Go", sondern inzwischen eine verheiratete Frau von 22, ist musikalisch kaum eine Veränderung zu den beiden Vorgängeralben zu verspüren. Die gebürtige Kanadierin rockt drauf los, mit melodischen Songs zwischen Pop und Soft-Punk, die sich direkt ins Ohr legen und dort auch erst mal kleben bleiben. Dabei geht sie auf Nummer Sicher: Wann immer man meint, es könne eine Ballade drohen (wie z.B. am Anfang von "When You're Gone", der zweiten Single-Auskopplung aus dem Album), schreit sie diese im Verlauf des Songs nieder.
Das ganze ist nicht uncharmant - nur eben recht berechnend und daher auf die Dauer auch etwas ermüdend. Lavigne hat an allen Songs als Co-Autorin selbst mit Hand angelegt, als Produzenten holte sie sich u.a. Rob Cavallo mit ins Studio, der für die Erfolge von "
Green Day" verantwortlich zeichnate, hier aber nur bei einem Song, "Innocence", am Mischpult saß. Weitere Songs wurden von "Dr. Luke", der mit
Pink und
Kelly Clarkson Erfahrungen in diesem Genre sammelte und Avrils Ehemann Deryck Whibley, Sänger der Band "
Sum 41" produziert.
Witzig ist der letzte Track auf der CD, wo es in sieben verschiedenen Ländern - und so auch in Deutschland - die erste Single-Auskopplung "Girlfriend" in einer Spezial-Version präsentiert, bei der sie den Refrain in Landessprache singt; auch wenn Avril Lavignes Deutsch sicher gewöhnungsbedürftig ist...